Liedmix aus Schlagern, Evergreens und englischen Popliedern kam bei den Besuchern ausgezeichnet an

Die beiden Chöre des GV 1888 Rüdesheim, Gemischter Chor und Blue Notes, zeigten bei ihrer Veranstaltung am Sonntagnachmittag, den 19. Mai 2019, wie vielfältig Chormusik sein kann.
Chorleiter Christoph Gerz, dem die Gesamtleitung oblag, eröffnete mit den Blue Notes mit einer gefühlvollen Interpretation des Coldplay-Klassikers „Viva la vida“ das Programm.
Kerstin Zimmermann-Wudick begrüßte die zahlreichen Besucher, die dem Sonnenschein trotzten und einen gemütlichen musikalischen Nachmittag in der Rosengartenhalle vorzogen. Gemäß dem Motto „Kaffee trifft Chor“ waren die Tische mit Kaffee- und Milchkännchen, in denen zarte Frühlingsblumen erblühten, dekoriert.

Zu Beginn des Programms untermalten gleich zwei Solisten, Inge Keller-Heil und Andreas Wolf das Beatles-Medley der Blue Notes, welches Chorleiter Christoph Gerz arrangiert hatte. Nach dem sanften „Only time“ verabschiedeten sich die 26 Sängerinnen und Sänger kurzfristig, um den Männern des MGV Schöneberg die Bühne zu überlassen.
Der GV 1888 Rüdesheim hatte Chorleiterin Tamara Lukas und ihren Männerchor eingeladen, der mit seinen Beiträgen genau den Geschmack des Publikums traf. Die Männer präsentierten die Lieder „Im Dorf, wo ich geboren bin“, das „Trinklied“ von Walther Schneider und „Küss‘ mich, halt‘ mich, lieb‘ mich“ aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Immer wieder lockerte Moderator Andreas Wolf die Gesangsblöcke mit Kaffeehausgeschichten und Gedichten auf. Dabei saß er gemütlich mit einer Tasse Kaffee in einem Korbsessel auf der Bühne und brachte das Publikum zum Schmunzeln.

Zwei Ehrungen für aktives Singen durfte der 1. Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Dr. Herbert Drumm vornehmen, der den Sängerinnen jeweils eine Nadel mit Urkunde überreichte: Roswitha Berger singt 25 Jahre, Gertrud Herrmann 40 Jahre im Chor.
Nach der Pause brachte der Gemischte Chor mit „Singt ein Lied“ und „Du kannst nicht immer 17“, dem Schlager aus den 70ern von Chris Roberts, Schwung in das Publikum. Es folgten „Schuld war nur der Bossa Nova“ und „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Zeichentrickfilm „Dschungelbuch“ von Walt Disney. Viele Besucher kannten die Refrains der Lieder auswendig, sangen und klatschten mit.
Anschließend präsentierten die Männer aus Schöneberg „Ich glaube“ von Udo Jürgens, den „Kriminaltango“, bei dem weiße Hüte eine entscheidende Rolle spielten, und „Es war so schön mit dir“ von Otto Ruthenberg. Wie man jedem Wetter ein Schnippchen schlägt, beschrieben die Blue Notes mit „Jetzt ist Sommer“, einem Hit der „Wise Guys“.

Mit den Pophits „Africa“ von Toto und „It’s raining men“ von den „Weather Girls“ beendeten die Blue Notes ihren Gesangsblock, dabei simulierte der Chor einen Gewitterregen, der kurzfristig die Besucher in der Halle verblüfte.
Natürlich durfte Udo Jürgens Klassiker „Aber bitte mit Sahne“ nicht fehlen. Mit diesem Lied, von beiden Chören des GV 1888 Rüdesheim einstudiert, endete nach fast 3 Stunden ein Chorcafé der besonderen Art- genussvoll mit hausgemachten Torten und Kuchen, Kaffeehausgeschichten, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregten, sowie einem Chorgesang, der sich hören lassen konnte.